AjBD - Arbeitsgemeinschaft für juristisches Bibliotheks- und Dokumentationswesen - Deutschsprachige Sektion der International Association of Law Libraries

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Zeitschriftenpreisstatistik 2025-2026

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ob schon Mitglieder der AjBD oder auch demnächst, diese Mitteilung wird sie vielleicht überraschen, denn das Thema „Zeitschriftenpreisstatistik“ wurde 2011 in einer Mail und erneut auf der Herbsttagung der AjBD in Erfurt als „nützlich“ bezeichnet. Ein Kollege hat gemeint, dafür gäbe es aktuell keine Erben. Dieser Ansicht war der Ersteller der damaligen Statistik bis 2010 auch. Er nahm weiterhin an, dass aktuell die beruflichen Situationen ohnehin keinen Spielraum für eine Neuerstellung böten. Daher machte er sich als Versorgungsempfänger mit mehr Zeit selbst an die Arbeit und seine Erfahrungen, welche Gegebenheiten diese Arbeit erleichtern können.

Dazu gehören in besonderem Maß die „Bezugslisten oder Zeitschriftenübersichten“, die nicht nur von großen Verlagen je Jahrgang erstellt, sondern auf freundliche Anforderung von deren „Leser- oder Kundenservice“- Abteilungen auch freiwillig zugesendet werden. Das schließt gelegentliche Rückfragen wegen Informationsverlust nicht aus, aber dem kann man per Mail oder Telefon meist abhelfen. Das kostet natürlich auch Zeit, aber kein Geld, wenn man über einen Router mailt oder telefoniert.

Nachdem ein einigermaßen präsentables Grundgerüst erstellt war, wurde dieses der Bibliothek des BGH vorgezeigt. Dabei stellte sich heraus, dass dort die Idee einer Neuerstellung durchaus angedacht war, aber noch nicht umgesetzt werden konnte. Frau Dr. Gräbitz war aber bereit, die von mir angebotene „Erbschaft “ anzunehmen und fortführen zu lassen. Damit die Erbschaft sogleich nützlich sein kann, sind die Preise für 2025 und 2026 ermittelt worden. Also rechtzeitig bevor Sie Ihre Etatanmeldungen begründen möchten. Künftige Bearbeiter brauchen nur noch das Folgejahr bearbeiten. Sie sind gebeten ,ihnen fehlende und neue Titel mitzuteilen. So verhelfen Sie sich und der AjBD zu Ihrer aktuellen „Zeitschriftenpreisstatistik“.
Die Neubearbeitung finden Sie etwa Anfang Juli als pdf-Datei auf der Website der AjBD. Dort wird es eine Ausgabe im pdf-Format geben. Wer sich aus der zu Grunde liegenden Excel-Datei seine / ihre eigene, angepasste Statistik erarbeiten möchte, kann auch diese Datei erhalten.

Dr. Anja Gräbitz / Dietrich Pannier

Siehe dazu nun im Service-Bereich: Zeitschriftenpreise 2025–2026

juscovery – der schweizweite Recherchekatalog für Jurist*innen

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Mit juscovery wird die in den Bibliothekskatalogen swisscovery, Renouvaud und Helveticat verzeichnete Rechtsliteratur auf einer Rechercheplattform in speziell für die juristische Recherche angepassten Suchfunktionen ausgewiesen. Dies erleichtert eine fachspezifische Suche über die wichtigsten Bestände an juristischer Fachliteratur in der Schweiz.

  • Aktuell über eine Million Einträge an juristischer Fachliteratur
  • Speziell für die juristische Recherche aufgebaute Suchfunktionen
  • Bibliographischer Nachweis an juristischer Fachliteratur aus allen Bibliotheksbeständen der Schweiz
  • Angabe der wichtigsten Sacherschliessungssysteme: Gemeinsame Normdatei (GND), jurivoc, idRef (Rameau)
  • Codexplofür die Artikelsuche in den grossen Kommentaren zum ZGB und OR
  • Bestandesnachweis zu den jeweiligen Bibliotheken (Anmeldung erforderlich)

juscovery ist ein Projekt der Vereinigung der juristischen Bibliotheken Schweiz (VJBS) und der Swiss Library Service Platform (SLSP). juscovery wird laufend weiterentwickelt und verbessert.

Zum Projekt: juscovery – VJBS – ABJS – ABGS

Lesetipp FID intRecht und FID Kriminologie

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Beitrag von Ivo Vogel, Jana Meister und Katharina Stelzel: FID intRecht und FID Kriminologie; So nah und doch so fern!: Bd. 13 Nr. 1 (2026) | o-bib. Das offene Bibliotheksjournal / Herausgeber VDB

Der vorliegende Beitrag widmet sich der Entstehung, Entwicklung und Ausgestaltung der Kooperation zwischen dem Fachinformationsdienst für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung (FID intRecht) und dem Fachinformationsdienst Kriminologie. Den Ausführungen zur Genese der Zusammenarbeit und zu den konkreten Kooperationsfeldern ist jeweils eine knappe Darstellung der beiden Fachinformationsdienste vorangestellt, die deren institutionellen Hintergrund, fachliches Profil und zentrale Arbeitsfelder skizziert. Auf dieser Grundlage wird gezeigt, wie sich über einen längeren Zeitraum hinweg eine arbeitsteilige, komplementäre Zusammenarbeit etabliert hat, die sowohl gemeinsame Entwicklungsfelder als auch inhaltliche Abgrenzungen umfasst und die Informationsversorgung an den Schnittstellen von Rechtswissenschaft und Kriminologie nachhaltig unterstützt.

Nachruf auf Dr. Ralph Lansky

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Nachruf auf Dr. Ralph Lansky
(18. Juli 1931 – 18. Juli 2025)

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Dr. Ralph Lansky, der am 18. Juli 2025 im Alter von 94 Jahren verstorben ist.

Dr. Ralph Lansky prägte das juristische Bibliothekswesen über Jahrzehnte hinweg bis heute. Als Mitbegründer der AjBD im Jahr 1971 setzte er sich unermüdlich und energisch für die Entwicklung des Fachverbandes und die Etablierung eines beruflichen Netzwerks ein und verlieh der Berufsbezeichnung Rechtsbibliothekar*in Bedeutung und Sichtbarkeit.

Nach dem beruflichen Einstieg an der heutigen Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg hat er als Leiter der Bibliothek des Juristischen Seminars, später als Bibliotheksdirektor an der ULB Bonn und bis zu seiner Pensionierung als Leitender Bibliotheksdirektor des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg dem Berufsstand in der DACH-Region Namen und Netzwerk bereitet.

1995 wurde er zum „Life Member“ der International Association of Law Libraries (IALL) und 1996, im Jahr seines Ausscheidens aus dem AjBD-Vorstand, zum Ehrenmitglied der AjBD ernannt.

Sich auf seinem Lebenswerk auszuruhen, kam ihm nicht in den Sinn, er blieb auch nach seiner Pensionierung aktiv und dem Rechtsbibliothekswesen eng verbunden. Seine zahlreichen Veröffentlichungen, seine Verbandsarbeit und seine besondere Expertise haben Generationen von Rechtsbibliothekarinnen und -bibliothekaren inspiriert.

Wir verabschieden uns voller Respekt und Dankbarkeit mit einigen schlaglichtartigen Erinnerungen von Kolleginnen und Kollegen, die sein Wirken geprägt hat.

Im Namen des Vorstandes

Martina Kuth
Vorsitzende

„Mitte der 1980er Jahre habe ich Ralph Lansky bei Treffen der AjBD und der MPI-Bibliotheken persönlich kennengelernt. Seine vielfältigen Aktivitäten als Rechtsbibliothekar haben mich begeistert und mich angeregt, in dieser Welt ebenfalls tätig zu werden. Wie kein anderer Kollege hat er das Bibliothekswesen mit einer Vielzahl von Aktivitäten und Publikationen bereichert. Dabei hat er sich nicht nur auf die klassischen Printpublikationen konzentriert. Auch die Eintragungen in der Wikipedia zu „Rechtsbibliothekar“ und „Rechtsbibliothek“ hat er wesentlich mitgeprägt. Ralph Lansky war ein überaus freundlicher Mensch, der stets zur Zusammenarbeit begeisterte. 2021 habe ich ihn persönlich zuletzt besucht, worüber ich mich heute noch freue. In der Bibliothekswelt wird er in ewiger Erinnerung bleiben.“

  „Was mir, der ich Ralph Lansky erst in seinem Ruhestand kennengelernt habe, in Erinnerung bleiben wird: Seine Freundlichkeit einem jungen Berufsgenossen gegenüber und die Geduld, mit der er seine Leiden ertrug.“

 „Ralph Lansky gehörte zu den angesehenen Kollegen, die 1971 die „Arbeitsgemeinschaft für juristisches Bibliothekswesen“ gegründet, organisiert und getragen haben. In seinem Beitrag im ersten Heft der „Mitteilungen“ von 1971 ruft er angesichts der Einzug haltenden EDV die juristischen Bibliothekare zur Teamarbeit auf. Dazu sollten die „Mitteilungen“ einen Beitrag leisten. Das hat mich damals sehr beeindruckt, hatte ich als Neuling in diesem Beruf doch die Vorstellung, solcher Teamgeist herrsche bereits. Es waren also klare Worte an die Kolleginnen und Kollegen, sich gemeinsam mit einem Mitteilungsblatt den neuen Herausforderungen zu stellen. Der Erfolg gab ihm Recht.
Wohl deswegen hat Ralph Lansky später die „Arbeitshefte“ auf den Weg gebracht und über Jahrzehnte redaktionell im Vorstand betreut. Diese neue Reihe sollte Schriften ermöglichen, die Verlage mangels wirtschaftlicher Aussichten nicht publizieren würden. Das Konzept hat sich bewährt, die Hefte erscheinen weiterhin. Vielleicht nicht ganz so oft, wie vom Begründer erhofft. Aber sie tragen die Absichten des Begründers weiter.“

„Ralph war stets freundlich zu allen Kollegen und Kolleginnen. Er war sehr kompetent und hilfsbereit in allen Fachfragen der juristischen Bibliotheken und offen für neue Herausforderungen. Eben Big Ralph.“

„Der große Name war mir schon lange geläufig, der Namensträger schon lange pensioniert, als ich von ihm persönlich zu Kaffee und Kuchen in sein Haus nach Pfungstadt eingeladen wurde. Ich durfte Ralph Lansky („Ich würde Ihnen sehr gerne das Du anbieten, bitte nennen Sie mich Ralph.“) als zugewandten und freundlichen, an aktuellen Entwicklungen und der Entwicklung der AjBD sehr interessierten Gastgeber erleben. Auch die weitere wertschätzende und beeindruckend engagierte Korrespondenz per E-Mail zeigte sein ungebrochenes Interesse und seine große Verbundenheit mit dem juristischen Bibliothekswesen. Es war und blieb ihm eine Herzensangelegenheit. Ralph hat große Fußstapfen und bei mir einen starken Eindruck hinterlassen.“

 

Digitalisierung der Fundstellennachweise A und B durch den FID intRecht und das BMJ

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Die Fundstellennachweise über die Bundesgesetzgebung sind für die Recherche zur Änderungshistorie einzelner Vorschriften in der Rechtspraxis, aber auch der Rechtswissenschaft relevant und können dabei vielfach nicht durch andere Recherchequellen ersetzt werden. Ab 2005 waren diese bisher online beim Bundesanzeiger-Verlag bzw. ab 2021 auf der Verkündungsplattform des Bundes verfügbar. Für die Nachweise aus den Berichtsjahren 1949 bis 2004 bedurfte es immer noch einer Recherche in den Druckausgaben. Diese große Lücke ist nunmehr durch ein Digitalisierungsprojekt des Fachinformationsdienstes für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung mit dem Bundesministerium für Justiz sowie der Beteiligung eines Dienstleisters geschlossen worden. Die Digitalisierung der Fundstellennachweise der vorgenannten Berichtsjahre stellt einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der elektronischen Informationsversorgung und zu einer verbesserten Benutzbarkeit (auch mit Blick auf die Bestandserhaltung) dar. Insgesamt wurden 41.163 Scans gefertigt. Die digitalisierten Fundstellennachweise sind inzwischen sowohl auf der Verkündungsplattform des Bundes, als auch in den Digitalisierten Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin frei zugänglich verfügbar.

Stellenausschreibung: Bibliotheksreferendariat für Jurist*innen / Univ. Konstanz

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Bibliotheksreferendariat (w/m/d)
(Vollzeit, Anwärterbezüge höherer Dienst)

Kennziffer 2025/039. Die Stelle ist zum 01.10.2025 zu besetzen und auf die Ausbildungsdauer von 2 Jahren befristet.

Die Universität Konstanz ist eine von elf Exzellenzuniversitäten in Deutschland und wird seit 2007 in der Exzellenzinitiative und deren Nachfolgeprogramm, der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder, gefördert.

Das Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) ist der zentrale Dienstleister der Universität für IT- und Bibliotheks-Dienste in Forschung, Studium und Lehre sowie der Universitätsverwaltung. Das KIM bietet zum 01.10.2025 eine Stelle als Referendarin / Referendar zur Vorbereitung auf den höheren Dienst an wissenschaftlichen Bibliotheken in Baden-Württemberg mit dem fachlichen Schwerpunkt Rechtswissenschaft an.

Die Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst dauert zwei Jahre. Dem zweiwöchigen Einführungskurs an der Bibliotheksakademie Bayern in München folgt das praktische Ausbildungsjahr im KIM. Die theoretische Ausbildung findet wiederum an der Bibliotheksakademie Bayern statt.

https://stellen.uni-konstanz.de/jobposting/3fae7c96eb7baf2735f2c326b4b37f9c2f2469b90

Bewerbungsfrist wird wahrscheinlich verlängert! Also bewerben.

Stellenausschreibung Bibliotheksreferendariat: Auch für Jurist:innen!

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Die Staatsbibliothek zu Berlin bildet ab Oktober 2025 wieder drei Bibliotheksreferendar:innen aus. Die Ausbildung erfolgt im Rahmen eines Beamt:innenverhältnisses auf Widerruf im Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des höheren nicht-technischen Verwaltungsdienstes des Bundes. Auch wenn die Zielgruppe der Juristinnen und Juristen nicht direkt in der Stellenausschreibung adressiert wird, ist deren Bewerbung ausdrücklich gewünscht.