AjBD - Arbeitsgemeinschaft für juristisches Bibliotheks- und Dokumentationswesen - Deutschsprachige Sektion der International Association of Law Libraries

Zeitschriftenpreise 2025–2026

Die Tabelle für 2025-20ß26

Anmerkungen

Die Preistatistik soll im Grunde die Preissteigerungen für die Bezieher der Titel ermitteln und damit eine Hilfe für den künftigen Etatbedarf darstellen. Notwendigerweise wird versucht, alle Titel und die jährlichen Abonnementpreise juristisch orientierter Zeitschriften zu ermitteln.

Unrealistisch ist allerdings, dass ein Bezieher alle Titel erwirbt und die ermittelten Steigerungswerte auch auf seine/ihre Bibliothek / Institution zutreffen.
Die veröffentlichte, nicht digitale Fassung soll als Excel-Ausdruck im Format pdf erscheinen. Soweit sie eine digitale Fassung bevorzugen, um darin Titel zu streichen oder hinzuzufügen, wenden Sie sich bitte an den Webmaster der AjBD. Sie können sich so ihre eigene „Preisstatistik“ zurechtschneidern.

Die Preisstatistik bezieht sich nur auf Print-Ausgaben. Ist ein Titel nur zugleich als „Kombi-Abonnement“ verfügbar, wird der für das Bündel erhobene Preis in die Statistik als „Zwangszugang zum Printprodukt“ aufgenommen.

Wenn ein Titel ab 2026 nur noch online vertrieben wird, gibt es keinen Print-Preis mehr. Vermutlich werden dann „ersatzweise“ Online-Zugänge in unterschiedlichen Mengen abonniert. Dem können Sie in ihrer „eigenen Preisstatistik“ bei den Kostenangaben Rechnung tragen.

Wenn Sie einen nicht genannten Titel kennen, der kostenlos oder als „open access“ (goldener Weg) verfügbar ist, teilen Sie diesen bitte mit. Gehören open access-Titel zu Ihrem Bestand, sollen sie in die Statistik aufgenommen werden, wenn sie einen wechselnden Preis haben?
Kostenpflichtig ist z.B. die WiRO in diversen Datenbankpaketen des Verlags C.H. Beck enthalten. Wer die WiRO kostenlos lesen möchte, hat die Möglichkeit, WiRO kostenlos über die Webseite des herausgebenden IOR abzurufen.

In manchen Themenbereichen bzw. Verlagen erscheinen Titel mit Bezügen zu einem Bundesland z.B. Schul-verwaltung BW“, (… BY, HE/RP, NI, NRW). In der Annahme, dass sich diese Zeitschriften inhaltlich stark ähneln, einen eher regionalen Käuferkreis ansprechen und deren Preise nahe beieinander liegen, wird davon ausgegangen, dass sie „Mehrfachexemplaren“ entsprechen, welche die statistischen Ergebnisse allenfalls unwesentlich beeinflussen. In diesen Fällen wurden nicht alle „Mehrfachexemplare“ mit einbezogen. In der „eigenen Preisstatistik“ können Sie eigene Korrekturen / Anpassungen vornehmen.

Bitte beachten Sie dabei, dass die Verlage gesetzlich verpflichtet sind, Bezugspreise inkl. USt. anzugeben. Zu den Bezugskosten gehören aber immer auch die Versandkosten. Die erfordert gem, § 1 PreisangabenV die Angabe von Preisen, die „einschließlich der Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile zu zahlen sind (Gesamtpreise). Verlage geben meist an „inkl. Versand“. Oft finden Sie auch „zuzüglich Versand“. Dann solltien sie auf der Internetseite im Umfeld zu den Titeln Hinweise zu den tatsächlichen Versandangaben suchen. Bei den „Bezugslisten“ sind die Versandkosten immer deutlich eingetragen. Hilfreich ist auch eine Prüfung im „https://www.beck-shop.de/“. Da der Verlag zugleich auch Buchhändler ist, finden Sie dort auch viele Produkte anderer Verlage und Angaben mit Versandkosten.

Eine Anfrage bei service NWB ergab. „Bei uns steht immer das digitale Paket im Vordergrund. Themenpakete können nur zur Hauptausgabe optional dazu gebucht werden. Ein reiner Bezug der Pakete ist nicht möglich!“ Aus unserer Sicht kein Fall für unsere Gesamtstatistik. Tragen Sie ihr Paket in ihrer „eigenen Preisstatistik“ nach.

Bei dem Titel „Familienrecht kompakt“ ist eine Preissteigerung von 25,96 % zu verzeichnen. Erklärung des Verlags: „Die Preise sind korrekt. Seit 2026 sind bei FK Familienrecht kompakt noch 4 Webinare im Preis enthalten“. Wir sind gespannt auf Ihre Rückmeldung, wie Sie auf diese „aufgedrängte Bereicherung“ reagieren.

Der Verlag Reguvis hat zwar jährliche Preislisten, antwortete für 2025 aber nicht. Die Preisangaben sind daher nicht vollständig. Bitte teilen Sie uns fehlende Preise einfach für eine verbesserte Excel-Datei bis Mitte August mit. Der Verlag Lefebvre Stollfuß weigerte sich ausrücklich, Preise des Jahrgangs 2025 mitzuteilen. Eine ersatzweise befragte steuerrechtliche Bibliothek behauptete gar, man könne aus Gründen des Datenschutzes diese Preise nicht nennen.Stollfuß gibt im Internet im Jahr 2026 erstaunlich bei den Preisen für Zeitschriften an „zuzüglich MwSt.“ Bei Versandkosten werden „+0,00“ angegeben. Eine Angabe fehlt, an wen sich diese Preise richten. Man wirbt also zunächst mit Nettopreisen. Für den Bearbeiter der Preisstatistik steht also vermeintlich zusätzliche Arbeit an. Erst wenn man sich beim Produkt über Jahrgang und Warenkorb bis zur Kasse vorgearbeitet hat, kommt man der Wahrheit nahe. Wir haben versucht, von Abonnenten Preise von 2025 zu erhalten. Auch hier können Sie in der „eigenen Preisstatistik“ selbst korrigieren und uns für 2025 informieren.
Der Verlag Dashöfer informiert zu Nettopreisen unter „https://www.dashoefer.de/newsletter/artikel/nettopreiswerbung_b2b_richtig_werben.html“.
Weitere Information zur PreisangabenVO findet man z.B. hier „https://www.e-recht24.de/ecommerce/13092-preisangabenverordnung.html“.

Die PAngV regelt aber nur die Angabe. Wie hoch der Preis ist, das regelt das Umsatzsteuerrecht. Bei Vereinszeitschriften kann es sein, dass aus verschiedenen Gründen nicht der erwartete Steuersatz von 7 % angesetzt ist.
Je nachdem, wie sie ihre Zeitschriften geliefert bekommen (direkt oder über Buchhandel), können die ihnen berechneten Belieferungskosten abweichen. ( siehe nur zwei Beispiele: „https://www.otto-schmidt.de/buchhandel/service/lieferhinweise“ und „https://www.otto-schmidt.de/news/steuerrecht/umsatzsteuer-vorsteueraufteilung-bei-vereinszeitschrift-mit-werbeanteil-2015-03-10.html“

dietrich.pannier@gmx.de